Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Laut ICD-10 (Definition der Weltgesundheitsorganisation) zählt diese Störung zu den Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, die nicht durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten.

Neurologische Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden, ebenso das Vorliegen einer Rechenschwäche bei Lese-Rechtschreibstörung.

Es gibt kein einheitliches Therapieprogramm zur Behandlung von Dyskalkulie. Vorsicht also bei Instituten, die Kurse anbieten, nach denen dann angeblich eine "Besserung" eintreten soll.

Genauso wenig wie es ein einheitliches Störungsbild der Rechenschwäche gibt, gibt es eine einheitliche Behandlung. Jeder Klient hat das Recht auf eine individuelle Analyse und ein individuelles Training.

Ebenso wenig wahrscheinlich ist eine vollständige "Heilung". Grundsätzlich gilt aber, je früher die Lerntherapie einsetzt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Klient ohne allzu große Einschränkungen seine Schullaufbahn beenden kann.